Weltgebetstag

Der Weltgebetstag (WGT) ist eine von christlichen Frauen ins Leben gerufene und getragene Laienbewegung. Sie ist die weltweit grösste und älteste ökumenische Gebetsbewegung. Der WGT fällt jedes Jahr auf den ersten Freitag im März und wird in über 170 Ländern gefeiert. Unsere Kirchgemeinde gestaltet den Gottesdienst zusammen mit der katholischen Kirchgemeinde Brugg-Nord in der Kirche Bözberg am Freitagabend um 19.30 Uhr.

Freitag, 1. März 2024, 19.30 Uhr
in der Kirche Bözberg

Die Vorlage für den Gottesdienst (Liturgie) verfassen jedes Jahr Frauen aus einem anderen Land.

Die Gottesdienstordnung zum Weltgebetstag 2024 kommt von Frauen in Palästina.


Der folgende Text wurde der Webseite https://wgt.ch/feiern/2024-palaestina/ entnommen (abgerufen am 24.08.2023, 15:30 Uhr)

«… durch das Band des Friedens»

Wie schon für 1994 haben christliche Palästinenserinnen die Weltgebetstagsliturgie für das Jahr 2024 verfasst. Sie beschreiben ihr Land als winzigen Fleck im Nahen Osten, der für die drei abrahamitischen Religionen von Bedeutung ist: Judentum, Christentum und Islam.

Das Land hat eine leidvolle Geschichte. Die aktuelle Situation ist eine Folge der politischen Lage im Nahen Osten nach dem ersten Weltkrieg und der Gründung des Staates Israel 1948, nach dem zweiten Weltkrieg. Was von in Europa verfolgten Juden und Jüdinnen als Tag des Jubels gefeiert wurde, bedeutet für Palästinenser und Palästinenserinnen, die damals ihre Heimat verloren, eine Katastrophe, arabisch: Nakba.

Bis heute ist unsere Wahrnehmung von Palästina geprägt durch Nachrichten von gewaltsamen Konflikten, Terroranschlägen und Krieg. Weniger Aufmerksamkeit erhalten dabei Berichte über verschiedene Organisationen und Projekte, die sich aktiv für Versöhnung und Frieden einsetzen. Leider werden diese Initiativen durch die Politik der Machthabenden beider Seiten nicht gefördert, sondern im Gegenteil unterdrückt.

In diesem Spannungsfeld bewegen sich die Palästinenserinnen, die für uns die WGT-Feier nach dem Text aus dem Brief an die Gemeinde in Ephesus (Kapitel 4, Verse 1-7) vorbereiten. In ihrer Situation erweist sich die Ermahnung «Ich bitte euch, … ertragt einander in Liebe» als grosse Herausforderung. Wie sie damit umgehen, illustrieren die Geschichten und Lebensziele von drei Frauen aus verschiedenen Generationen.

Ist in der gemeinsamen Sehnsucht nach Frieden ein Miteinander statt Gegeneinander möglich «durch das Band des Friedens»?

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