Reformierte Kirchgemeinde Bözberg-Mönthal

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Filmanlass Glücklicher Tod
20. Februar 2011
Kirche Bözberg
Pfrn. Christine Straberg


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Diese Predigt gehört zum Film-Anlass 'Kino in der Kirche'

Es ist ein aktuelles, aber auch schweres Thema, das wir heute aufgreifen: Sterbehilfe - oder wie es der Titel des Filmes sagt: Gibt es einen glücklichen Tod? Wobei es doch eher um ein glückliches Sterben geht. Denn das soll im Mittelpunkt stehen, das Sterben, nicht der Tod an sich.
Im Deutschen werden diese Begriffe oft vermischt gebraucht, daher lautet auch der Titel des Filmes den wir dazu zeigen, 'Glücklicher Tod'. Es geht ums Sterben und vor allem ums "glückliche" Sterben - Wenn es glücklich ist, dann muss es selbstbestimmt sein, so suggeriert es der Titel des Films - und nicht nur der!

Der Film 'Glücklicher Tod'

Der Film "Glücklicher Tod" aus der Sendereihe Tatort scheint zu Beginn wie ein normaler Krimi: Es gibt eine Tote, im Mordfall ermitteln Kommissarin Lena Odenthal und ihr Kollege Mario Kopper, und sie haben bald viele Verdächtige. Aber im Laufe des Films gerät das nahezug in den Hintergrund.
Die beiden Kommissare geraten immer tiefer in Kontakt mit Menschen, die versuchen, Sterbehilfe zu bekommen. In Deutschland ist Sterbehilfe verboten. Die Kommissare sprechen mit den Menschen, die damit ihr Geschäft machen, und mit hinterbliebenen Angehörigen. Aber vor allem im Kontakt mit einem todkranken Kind werden existentielle Fragen wachgerufen.
Allen stellt sich die Frage: "Gibt es einen glücklichen Tod - ein glückliches Sterben?" Einfache Antworten gibt es da nicht!

Schriftlesungen

Glücklicher Tod - gibt es das in der Bibel?

Einfache Antworten gibt es auch im Blick auf die Bibel nicht, die gibt es nie, bei einem solchen Thema. Aber vielleicht können Texte der Bibel doch Gedankenanstösse geben.

1. Buch Mose 25,7-8 - Das Ende Abrahams
Und dies ist die Zeit der Lebensjahre Abrahams, die er gelebt hat: hundertfünfundsiebzig Jahre. Und Abraham verschied und starb in schönem Alter, alt und lebenssatt, und wurde mit seinen Vorfahren vereint.
1. Buch Mose 35, 28-29 - Das Ende von Isaak
Die Lebenszeit Isaaks betrug hundertachtzig Jahre.
Dann verschied Isaak und starb und wurde mit seinen Vorfahren vereint, alt und lebenssatt. Und seine Söhne Esau und Jakob begruben ihn.
5. Buch Mose 34,5-7 - Das Ende von Mose
Und Mose, der Diener des HERRN, starb dort im Land Moab nach dem Befehl des HERRN. Und er begrub ihn im Tal, im Land Moab gegenüber von Bet-Peor, und bis heute kennt niemand sein Grab. Mose aber war hundertzwanzig Jahre alt, als er starb, seine Augen waren nicht trübe geworden, und seine Frische hatte ihn nicht verlassen.
Hiob 42,16-17 - Das Ende Hiobs
Und Hiob lebte danach noch hundertvierzig Jahre, und er sah seine Kinder und Enkel, vier Generationen.
Und Hiob starb alt und lebenssatt.


Seinem Leben selbst ein Ende setzen - Schicksale, die in der Bibel stehen

Richter 9,52-54 - Das Ende des Königs Abimelech
Und Abimelech kam an den Turm und griff ihn an. Und er kam nahe an den Eingang des Turms, um ihn im Feuer zu verbrennen.
Eine Frau aber warf Abimelech einen oberen Mühlstein auf den Kopf und zertrümmerte seinen Schädel.
Da rief er noch den Burschen, der seine Waffen trug, und sprach zu ihm: Zieh dein Schwert und töte mich, damit man nicht von mir sagt: Eine Frau hat ihn erschlagen. Da durchbohrte ihn sein Bursche, und er starb.
1 Samuel 31,3-5 - Das Ende des Königs Saul
Und die Schlacht tobte heftig um Saul, und die Schützen, Männer mit dem Bogen, fanden ihn, und er zitterte sehr vor den Schützen. Da sagte Saul zu seinem Waffenträger: Zieh dein Schwert und durchbohre mich, damit nicht diese Unbeschnittenen kommen und mich durchbohren und ihren Mutwillen mit mir treiben. Sein Waffenträger aber weigerte sich, denn er fürchtete sich sehr. Da nahm Saul das Schwert und stürzte sich hinein. Und sein Waffenträger sah, dass Saul tot war, und da stürzte auch er sich ins Schwert, und er starb mit ihm.
Matthäus 27,3-5 - Das Ende von Judas
Als nun Judas, der Jesus ausgeliefert hatte, sah, dass er verurteilt war, reute es ihn, und er brachte die dreissig Silberstücke den Hohen Priestern und Ältesten zurück
und sagte: Ich habe gesündigt, unschuldiges Blut habe ich ausgeliefert. Sie aber sagten: Was geht das uns an? Sieh du zu! Da warf er die Silberstücke in den Tempel, machte sich davon, ging und erhängte sich.


Sterben und Tod - Leiden und Hoffnung - Worte aus dem Alten und Neuen Testament

Psalm 90,12 - Aus Psalm 90 Herr, lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.
Jesaja 65, 17.20 - Hoffnungsvision beim Propheten Jesaja
Denn seht, ich schaffe einen neuen Himmel und eine neue Erde, und dessen, was früher war, wird nicht mehr gedacht werden, und man wird es nicht mehr bedenken.
Dort wird es keinen Säugling mehr geben, der nur wenige Tage lebt, und keinen Greis, der sein Leben nicht vollendet,
denn ein junger Mann wird sein, wer mit hundert Jahren stirbt, und wer hundert Jahre nicht erreicht, gilt als mit dem Fluch belegt.
Johannes 11,25 - Im Johannesevangelium erweckt Jesus seinen Freund Lazarus
Jesus sagte zu Martha: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt,
und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird in Ewigkeit nicht sterben. Glaubst du das?
Philliper 1,21 - Paulus schreibt im Philipperbrief:
Christus ist mein Leben und Sterben mein Gewinn.


Jesu Sterben - ein glücklicher Tod?

Christine: Mt 27, 45-50 - Jesu Tod nach Matthäus
Von der sechsten Stunde an kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde.
Um die neunte Stunde aber schrie Jesus mit lauter Stimme: Eli, Eli, lema sabachtani!, das heisst: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen! Als einige von denen, die dort standen, das hörten, sagten sie: Der ruft nach Elija. Und sogleich lief einer von ihnen hin und nahm einen Schwamm, tränkte ihn mit Essig, steckte ihn auf ein Rohr und gab ihm zu trinken. Die anderen aber sagten: Lass doch, wir wollen sehen, ob Elija kommt und ihn rettet. Jesus aber schrie noch einmal mit lauter Stimme und verschied.
Lukas 23,44-46 - Jesu Tod nach Lukas
Und es war schon um die sechste Stunde, und eine Finsternis kam über das ganze Land bis zur neunten Stunde,
und die Sonne verfinsterte sich; und der Vorhang im Tempel riss mitten entzwei. Und Jesus rief mit lauter Stimme: Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist. Mit diesen Worten verschied er.
Johannes 19,28-30 - Jesu Tod nach Johannes
Danach spricht Jesus im Wissen, dass schon alles vollbracht ist: Mich dürstet! So sollte die Schrift an ihr Ziel kommen.
Ein Gefäss voll Essig stand da, und so tränkten sie einen Schwamm mit Essig, steckten ihn auf ein Ysoprohr und führten ihn zu seinem Mund.
Als Jesus nun den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht. Und er neigte das Haupt und verschied.

Die Predigt

Liebe Gemeinde!

Viele verschiedene Ausschnitte aus der Bibel haben wir eben gehört. Sätze, kurze Abschnitte - und alle zum Thema Tod, Sterben.

Was ist Ihnen geblieben? Was hat sie beeindruckt? Was hat sie aufgewühlt?

Ich muss gestehen, am meisten hat mich beeindruckt, wie selbstverständlich in der Bibel vom Sterben gesprochen wird.

Von vielen Menschen wird uns berichtet und zu ihrem Leben gehört auch der Tod. Ganz selbstverständlich.
Er zeugte viele Kinder, lebte so und so lange, starb und wurde begraben. So tönt es in vielen Stammbäumen.
Der Tod ist kein Schreckensgespenst, sondern gehört zum Leben dazu.
Und dennoch ist der Tod, das Sterben nicht immer einfach, nicht immer willkommen.
Es gibt ein Sterben zur Unzeit:
Das Sterben von Kindern, durch Krankheit, durch Krieg.


Aber, und das hat mich sehr beeindruckt, es gibt auch das glückliche Sterben, nach dem ich am Anfang gefragt habe:

Alt uns lebenssatt, so dürfen Abraham und Isaak und Hiob sterben. Nach einem langen und bewegtem Leben.
Das wird nur noch von zwei weiteren Menschen in der Bibel berichtet. Dass sie alt und lebenssatt sterben können.

Also ist es auch in der Bibel nicht der Normalfall, der glückliche Tod.
Es sind nur wenige Menschen, die das erleben dürfen. Und das sind die grossen Gestalten des Glaubens - Abraham, Isaak, Hiob.

Es gibt gerade auch die anderen, die unglücklichen Gestalten.

Und ist es nicht interessant, dass ausgerechnet von ihnen der Wunsch nach Selbsttötung bzw. ein Selbstmord berichtet wird?
Sehr oft wird vom Selbstmord in der Bibel nicht berichtet.
Wir haben von drei Männer exemplarisch gehört: Abimelech, Saul und Judas. Diese drei sind tragische Gestalten.

Abimelech ist ein selbstherrlicher Mensch: Er hat sich sich selbst als König auf den Thron in Israel gesetzt - das geht nicht gut!
Saul wird vom gesegneten zum geplagten König, der Gottes Unterstützung verliert und sich zum Schluss ins eigene Schwert stürzt.
Und die Geschichte vom unglückseligen Judas kennt eigentlich jeder: Judas erhängt sich, weil er mit seiner Schuld nicht leben kann, dass er Jesus verraten und damit dem Tod ausgeliefert hat.

Ein grosser Unterschied zwischen diesen dreien ist, dass die beiden ersten im Krieg sterben. Und bei ihrem Tod geht es um die Ehre, nicht in die Hände der Feinde zu gelangen - oder gar von einer Frau getötet worden zu sein! Der Tod ist auf jeden Fall sicher, dass sie sterben müssen, ist klar. Aber sie möchten die Art ihres Todes selbst bestimmen. Wie sie sterben, das nehmen sie selber in die Hand - denn das ist eine Frage der Ehre... Noble Death nennt man das im Englischen.
Ich merke dabei, dass mir für solche Ansichten das Begreifen fehlt. Es gibt bestimmt Menschen, denen das auch in der heutigen Zeit wichtig ist. Oder zumindest verständlich.

Judas dagegen, der sich aufgrund seiner Schuld erhängt, ist von anderer Kategorie. Denn der Tod durch Erhängen ist etwas Schmachvolles. Dieser Tod ist laut der Thora die Strafe für genau das Verbrechen, das Judas begonnen hat - einen Unschuldigen dem Tod auszuliefern!
Judas bekennt sich vor den Hohepriestern dieser Strafe für schuldig - aber sie verweigern ihm die Anhörung! Sie lassen ihn allein mit seiner Schuld!
Judas nimmt sich also quasi selbst die Strafe, die auf seine Schuld steht. Er richtet sich quasi selbst. Anders kann er nicht mehr weiterleben.


Spannend finde ich, dass bei keinem von diesen irgendeine negative Bewertung über dieses Sterben fällt.
Bei dem ehrenvollen Selbstmord auf dem Schlachtfeld sowieso nicht, aber auch nicht bei Judas! Es wird nicht verurteilt. Selbstmord wird nicht als gottlos angesehen. Das kommt erst im Laufe der ersten Jahrhunderte des Christentums und es hat sich bis heute tief in den Köpfen verwurzelt!

Die Bibel ist wieder einmal grossherziger als wir Menschen, und gerade auch Christinnen und Christen. Lange Jahre durften Selbstmörder nicht auf dem kirchlichen Friedhof begraben werden!

In der Bibel werden Menschen auch in ihrem selbstbestimmten Ende ernstgenommen. Die Bibel wertet hier nicht.

Trotzdem ist etwas Besonders mit den Menschen, von denen ein Selbstmord erzählt wird:
Es sind Menschen, die nicht in Einklang mit Gottes Wort gelebt haben, die Schuld auf sich geladen haben, die ihr Leben so nicht mehr weiterführen können. Tragische Schicksale enden mit Selbstmord - und das ist ja nicht nur in der Bibel so!

Wir haben auch ein paar Bibelverse vorgelesen, die allgemein unser Verhältnis zum Sterben ansprechen.
Die Selbstverständlichkeit des Todes wird auch hier deutlich.
Die Aufforderung des Psalms: Wir sollen unseren Tod schon im Leben vor Augen haben - denn wir leben anders, wenn wir unsere Endlichkeit bedenken.

Eigentlich ist das ja verrückt, dazu aufgefordert werden zu müssen, denn wir sind sterblich, das wissen wir von klein auf. Aber wie wichtig diese Aufforderung ist und wie sehr wir unser Sterben verdrängen, vor allem, wenn wir jung sind, haben wir im Konfirmandenunterricht gemerkt. Wir hatten genau dieses Thema. Aber auf die allgemeine Frage, was fällt euch zum Sterben ein - kam gar nichts! Keine Vorstellung. Erst, als mein Mann folgenden Satz an die Flipchart schrieb, begann eine Diskussion:
"Heute ist der erste Tag vom Rest deines Lebens!"
Das wirkte sehr provokativ. Das sei doch nicht so, wir sterben doch noch nicht - aber dann zu merken, ach ja, das stimmt ja doch! Und ich glaube, so ist auch die Aufforderung in der Bibel gemeint: Die Endlichkeit meines Lebens bewusster ins Leben einzubeziehen.

Wie sehr im Alten Testament die Sterblichkeit zum Menschsein gehört, haben wir beim Propheten Jesaja gehört:
Bei ihm gehört das Sterben sogar in die Vorstellung von einer neuen Erde - nur dass es dann für alle Menschen den glücklichen Tod gibt - ein langes und erfülltes Leben, das friedlich endet. Das ist seine Vorstellung vom Paradies!

Im Neuen Testament bekommt das Sterben eine neue Qualität. Durch Jesus ändert sich der Blick auf den Tod - durch Jesu Sterben.
Denn durch seinen Tod haben wir Anteil am Leben bei Gott.
Im Glauben an Jesus wird mir sogar mein Sterben zum Gewinn! Ein unglaublich starker Glaube!
Aber wie ist es mit Jesu Tod, der unsere Hoffnung ist?

Drei Texte haben wir gehört, aus drei Evangelien.
Jesu Tod wird dort jeweils verschieden beschrieben.

Lukas und Johannes beziehen ihre Erfahrung von Ostern schon in die Erlebnisse vom Tod Jesu hinein.
Matthäus und auch Markus nicht.

Bei Matthäus und Markus ist Jesu Tod das, was der Tod für viele Menschen bedeutet:
Der Abbruch, das Ende, in aller Finsternis, in allem Erschrecken, in allem Leid.
Sein Sterben ist kein glückliches Sterben!
Es ist dunkel und finster!
Sogar Jesu innerster Kern, seine Beziehung zu Gott, wird in Frage gestellt:
Mein Gott, warum hast du mich verlassen??

In diesem Leiden ist Jesus allen Menschen auf dieser Erde nahe, die wie er einen gewaltsamen, quälenden Tod erdulden müssen.
Jesus durchlebt die Todesangst, den bitteren Tod, den Feind des Lebens.

Und genau darin ist Jesu Tod ein glücklicher Tod:
Nicht für ihn, sondern für uns!
Das ist das Verrückte und das ganz Andere an Jesu Sterben. Es ist nicht nur bezogen auf ihn und sein Leben. Sondern es geht eben noch weiter.


Denn was Lukas und Johannes berichten, ist das, was Jesu Tod für uns ausmacht:
Es ist vollbracht.
Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist.

Nur im Angesicht des Todes bin ich völlig allein mit Gott.
Jesus hat mir für diesen Moment den Glauben und die Hoffnung geschenkt, dass ich dann in Gottes Hand falle.
Im Glauben an Christus kann der Tod zur erlösenden Gnade werden, oder wie Martin Luther es ausdrückte.
Der Tod ist mein Schlaf geworden.

Aber selbst Jesus hat am Kreuz Todesangst durchstanden. Selbst Jesus hat keinen glücklichen Tod erlebt!
Wir können in unserem Leiden und in unserer Angst Jesus an unserer Seite wissen.

Jesus, der seinem Leben, seinem Leiden, kein Ende gesetzt hat, obwohl das so viele erwartet hatten. Wie es vielleicht auch menschlich gewesen wäre. Er hat sein Sterben, seinen Tod in allem Schrecken und Leid angenommen.

Er hat erlitten, was jeder Mensch erleiden muss:
Dass der Tod uns allen Halt entreisst und uns vor das Nichts stellt.
Dass der Tod uns zurückwirft auf die Schuld, die wir in unserem Leben auf uns geladen haben.
Dass der Tod die Grenze zwischen Gott und Mensch ist.

Und wir können nur beten und hoffen, dass wir in diesem Moment die Kraft und den Glauben geschenkt bekommen, getrost diese Grenze zur überschreiten.

Es ist ja schon so:
Je mehr wir leiden und uns quälen, desto erschreckender wird der Gedanke ans Sterben. Aber umso erschreckender wird auch der Gedanke ans Leben!
Und dann scheint der beste Ausweg, seinem Leben selbst ein Ende zu setzen.
Wie gesagt, in der Bibel wird das nicht verurteilt.
Aber wir sehen, dass nur verzweifelte Menschen diesen Ausweg wählen.
Eigentlich wäre es gut, wenn wir unser Sterben annehmen könnten, annehmen im Glauben - trotz aller Angst und Schwäche.
Denn dann kann das passieren, was unsere Frage am Anfang war: Gibt es ein glückliches Sterben, einen glücklichen Tod?

Wenn ein Mensch sein Sterben annehmen kann, dann kann es zum glücklichen Sterben, zum glücklichen Tod werden.
Das kann es dann, wenn es getragen ist und begleitet.
Begleitet und getragen von Gott selbst, der in seinem Sohn, unseren Todeskampf durchlebt hat.
Getragen und begleitet von Gott, dessen Liebe uns im Leben und Sterben umfängt.
Amen.

Eine Anmerkung: Diese Predigt ist dafür geschrieben, sie im Gottesdienst vorzutragen. Eine Predigt lebt erst richtig im Zusammenspiel zwischen Prediger/in, Gottesdienstgemeinde und Atmosphäre. Insofern ist eine Predigt ein Geschehen, das sich nicht vollständig in gedruckten Text fassen und lesen lässt.
Diese Predigt wurde so, wie sie hier abgedruckt ist, vorbereitet und hat als Grundlage im Gottesdienst gedient. Es ist jedoch möglich, dass während des Predigens im Gottesdienst einige Formulierungen oder Beispiele anders gesagt wurden, als sie zuvor (wie hier abgedruckt) aufgeschrieben wurden.



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